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Ein Churer vor seinem härtesten Rennen

Der Churer Ingo Heeb startet am Dienstag zum Race across the West, einem Nonstop-Radrennen über 1600 Kilometer.

Südostschweiz
Sonntag, 10. Juni 2018, 13:28 Uhr Ultracycling
Ingo Heeb hat in den USA Grosses vor.
KEYSTONE

Ultracycling – die ultimative Herausforderung für den eigenen Körper. Auf Strecken, meist über 1000 Kilomteter lang und mit ordentlich Höhenmetern versehen, fährt man auf dem Rad von A nach B. Im Gegensatz zu Etappenrennen wie etwa der Tour de Suisse wird die gesamte Strecke nonstop oder mit so wenigen Pausen wie möglich absolviert. Als Mutter aller Ultracycling-Anlässe gilt das Race across America (RAAM). Durch unendliche Wüsten und bei brütender Hitze führt das Rennen fast 5000 Kilometer von der West- an die Ostküste der USA.

Schlaflos im Sattel

Eine Teilnahme am RAAM ist auch das erklärte Ziel des Churer Extremsportlers Ingo Heeb. Um sich zu qualifizieren, nimmt der als Bauleiter tätige 47-Jährige am Dienstag mit dem Race across the West (RAW) den «kleinen Bruder» des RAAM in Angriff – wobei «kleiner Bruder» dem Schwierigkeitsgrad des Events in keinster Weise gerecht wird. Über 1600 Kilometer geht es vom kalifornischen Oceanside durch die Wüsten und Gebirgsformationen Kaliforniens und Arizonas Richtung Ziel im Radsportmekka Durango, Colorado. Rund 15'000 Höhenmeter sind unterwegs zu bewältigen.

Eindrücke aus dem Vorjahr

Etwa 70 Stunden sind vom Start bis ins Ziel budgetiert. «Eine bis eineinhalb Stunden Schlaf plane ich ein», sagt Heeb. Die restliche Zeit sitzt er auf dem Rad, verpflegt wird im Sattel. Umgeben ist Heeb während dem Rennen nur von einem Begleitfahrzeug mit seiner persönlichen, sechs Personen umfassenden Crew. «Physiotherapeut, Navigatoren, Fahrer», zählt Heeb auf. Auch die Verpflegung muss organisiert sein. Neun Monate haben die Planungen in Anspruch genommen.

Die Vorbereitung: So hat sich Ingo Heeb für das RAW fit gemacht

Radio Südostschweiz

Während der 70 Stunden von Oceanside nach Durango kann Heeb nicht nur von unzähligen Trainingsstunden, sondern auch von einem immensen Erfahrungsschatz als Ausdauerathlet zehren. 20 Ironmans hat der Churer absolviert. Zweimal nahm er solo an der Tortour, einem Radrennen 1000 Kilometer durch die Schweiz, teil.

Wie kommt man zum Ultracycling? Ingo Heeb über seine Leidenschaft.

Radio Südostschweiz

Und die Ziele für das Rennen? «In erster Linie, ins Ziel zu kommen. Vor allem Gesund ins Ziel zu kommen», sagt Heeb. «Und natürlich die Qualifikation fürs RAAM holen», fügt Heeb an. Denn eigentlich hätte dieses Vorhaben bereits vergangenes Jahr realisiert werden sollen. Eine Verletzung hatte eine Teilnahme dann aber verunmöglicht. Dieses Jahr dagegen will Heeb bei seinem bisher härtesten Rennen reüssieren.

Live dabei
Wie ergeht es Ingo Heeb am Ultracycling-Rennen «Race across the West»? Im exklusiven Ticker auf «suedostschweiz.ch» könnt Ihr das Rennen ab Dienstag mit Informationen und Eindrücken direkt von Heeb Crew mitverfolgen.

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