×

Nay: «Ich lege für Herrn Quadroni meine Hand ins Feuer»

Ein Zürcher Autohändler hat Adam Quadroni angezeigt. «Dieser Mann sagt nicht die Wahrheit», verteidigt alt Bundesrichter Giusep Nay den Bündner Whistleblower. Wir haben nachgefragt.

Südostschweiz
Donnerstag, 17. Mai 2018, 04:30 Uhr Anzeige wegen Betrug
Alt Bundesrichter Guisep Nay vertraut Whistelblower Adam Quadroni (kleines Bild).
ARCHIV, MONTAGE SÜEDOSTSCHWEIZ.CH

Am Mittwochmorgen überraschte der «Blick» mit einer publikgemachten Strafanzeige gegen Adam Quadroni. Der Zürcher Autohändler Youssef Itani zeigte Quadroni wegen Betrugs rund um einen Autokauf an. Der Kläger zur Zeitung: «Quadroni verkaufte mir seinen Mercedes, behielt das Auto aber für sich.» 

Alt Bundesrichter Giusep Nay kommentierte eine entsprechende Meldung auf «suedostschweiz.ch». Daraufhin haben wir bei ihm nachgefragt: Und das sagte Nay gegenüber «suedostschweiz.ch»: «Das Auto wurde nicht in die Liste der Vermögenswerte durch das Betreibungsamt aufgenommen, weil es als wertlos betrachtet wurde.» Hierauf habe Quadroni das Auto verkaufen können und 2000 Franken bekommen. Danach schaltete sich laut Nay das Betreibungsamt aber ein und beschlagnahmte das Auto. Somit habe Quadroni den Käufer an das Betreibungsamt in Sent verwiesen und dieser habe auch mit diesem Kontakt gehabt. «Der Käufer weiss ganz genau, dass nicht Herr Quadroni auf Tauchstation ging, sondern das Betreibungsamt. Dieses ging auch nicht auf das Angebot Quadronis ein, die 2000 Franken diesem zu überweisen. «Bis heute herrscht dort in dieser Sache Funkstille. Und das zu mindestens doppelt so hohen Kosten als sein Wert abgeschleppte Auto rostet bald zwei Jahren in Sent vor sich hin.»

Der Kommentar auf «suedostschweiz.ch» von Guisep Nay.

Wieso diese Geschichte erst jetzt Publik wurde, weiss Nay nicht, «das müssen Sie Herrn Itani fragen, der die Strafanzeige ja bereits am 22. August 2016 bei der Staatsanwaltschaft einreichte», so Nay weiter. Auch weshalb das Betreibungsamt nicht mit Herrn Quadroni kommuniziert, weiss Nay nicht. «Mit dem Betreibungs- und Konkursamt sind noch einige Baustellen offen, bis hin zu einer Beschwerde ans Bundesgericht», so Nay.

Nay ist sich sicher, dass Herrn Quadronis Angaben der Wahrheit entsprechen, das Betreibungsamt habe ja auch bestätigt, das Auto sei bei ihm. «Ich wäre froh für den armen Herrn Quadroni, wenn man ihm glauben würde.» Nay beschäftigen Fragen wie, warum erfuhr Herr Quadroni bis heute offiziell nichts von dieser Strafanzeige? Weshalb hat das Betreibungsamt die Sache mit dem Käufer nicht geklärt und auf das Angebot von Herrn Quadroni offensichtlich nicht reagiert? Sonst wäre die Sache mit dem Autohändler doch geregelt.

«Ich höre nur von Zeit zu Zeit, der Quadroni sei doch auch nicht sauber. Ich frage dann jeweils nach etwas Konkretem nach. Aber niemand hat etwas Konkretes gegen Herrn Quadroni bisher nennen können. Ich lege daher meine Hand für ihn ins Feuer, wie es auch die Journalisten von republik.ch nach gründlichsten Abklärungen tun», so Nay. (phw)

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Herr Nay Sie haben meine grösste Hochachtung. Ich danke Ihnen herzlich, dass Sie sich für Gerechtigkeit und eine faire Behandlung von Hr Quadroni einsetzen.
Ich hoffe nur, dass sich die Vorkommnisse rund um den Bauskandal, sowie das dubiose Verhalten einer Reihe von Regierungsräten und Kandidaten, entsprechend in deren Wahlresultaten niederschlägt.
Die Büdner habe mit ihrer Stimme die Chance aufzuräumen.

Wen sich da der Alt Bundesrichter Hr G. Nay mit seiner Aussage nur nicht seine Finger verbrennt, laut seinen Aussagen hätte ja der Autohändler Gelogen, was ich kaum glaube. Von dem erhaltenem Geld sagt der Alt Bundesrichter nichts,was ist mit den Quittungen die der Autohändler Präsentierte?

Alle Kommentare anzeigen