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St. Galler Oberjäger müssen über die Bücher

Nur knapp zwei Drittel aller Angetretenen haben die diesjährige Jagdprüfung im Kanton St. Gallen bestanden. Warum so viele erfolglos blieben, wird untersucht.

Südostschweiz
Donnerstag, 14. Juni 2018, 12:13 Uhr St. Galler Jagdprüfung
Regierungsrat Bruno Damann überreicht einem erfolgreichen Kandidaten den St.Galler Jagdfähigkeitsausweis.
PRESSEBILD

Das schlechteste Prüfungsresultat seit Jahren macht die Ausbildungsverantwortlichen der St. Galler Jagdprüfung nachdenklich. 47 Personen traten vergangene Woche im Landwirtschaftlichen Zentrum Salez zu den mündlichen Theorieprüfungen an. 32 bestanden im ersten Anlauf.

Neun Kandidaten werden in einem Jahr zur Nachprüfung in den nicht bestandenen Fächern eingeladen, schreibt die St. Galler Regierung in einer Mitteilung. Sechs Personen haben in drei oder mehr Fächern nicht bestanden und müssen die gesamte Theorieprüfung wiederholen, um den Jagdfähigkeitsausweis zu erlangen. Die sieben dieses Jahr zur Nachprüfung Angetretenen waren alle erfolgreich. Die Ausbildung sei wichtig für das Bild der Jagd in der Öffentlichkeit, sagte Regierungsrat Bruno Damann an der Prüfungsfeier.

Die Resultate würden nun vertieft ausgewertet, um den möglichen Ursachen für das schlechte Abschneiden so vieler Kandidaten auf die Spur zu kommen, versicherte Andreas Eisenring, Obmann der Kommission für die Grundausbildung der St. Galler Jägerschaft. Der Durchschnitt der bestandenen Jagdprüfungen betrug in den vergangenen Jahren jeweils rund 85 Prozent. (so)

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